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Konzeption

Die Kindertageseinrichtungen sind in der Trägerschaft der kath. Propsteigemeinde St. Viktor Xanten.

Es sind Orte für Kinder, an denen miteinander gelebt, gespielt und gelernt wird. Den jungen Menschen wird die 

Möglichkeit gegeben, sich nach eigenen Interessen und Bedürfnissen in einer Gemeinschaft zu entfalten.

Dies geschieht im Sinne der Grundlagen der katholischen Soziallehre, die mit den Prinzipien von Personalität, Subsidiarität und Solidarität beschrieben werden können.

Dies beinhaltet für die Kinder die Erfahrung, dass die eigene Entfaltung immer dort an Grenzen stößt, wo die Freiheit und das Wohl der Anderen begrenzt werden. Heute mehr denn je gilt es in unseren Einrichtungen, den Kindern einen Raum zu eröffnen, in dem Sozialverhalten, Bildung, Stärkung der eigenen Persönlichkeit aber auch das Leben in Gemeinschaft vermittelt und eingeübt werden können.

So begleiten und stärken die katholischen Kindertageseinrichtungen  die Familien bei der Erziehung, Bildung und Betreuung ihrer Kinder. Damit verbindet sich die Notwen-digkeit, den gesellschaftlichen Veränderungen der Zeit Rechnung zu tragen und mit einem entsprechenden Angebot darauf zu reagieren. Beim Abwägen notwendiger Weiterentwicklungen lassen wir uns leiten von der Botschaft des Evangeliums, die zum einen nahe legt, dass bedürftige und schwache Menschen Unterstützung erfahren, zum anderen aber herausstellt, dass der einzelne Verantwortung trägt und sich nicht als Selbstzweck innerhalb der Schöpfung betrachten möge. 

So haben wir anerkannt, dass heutzutage auch für die Kleinsten die Sorge und Pflege, wie das Spielen und Lernen wichtige Aufgaben sind. Uns liegt es am Herzen, Eltern in ihrer großen Aufgabe zu unterstützen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern. Auch eröffnen die Einrichtungen des FiV den Familien einen Raum der Begegnung mit dem Glauben, der Kirche und der Pfarrgemeinde. Wichtig sind uns die Pflege religiöser Feste, Bräuche und Traditionen. Wir lassen uns in unserem Denken und Handeln von Wertvorstellungen leiten, die dem christlichen Menschenbild entsprechen. Gebet und Gottesdienst halten hierbei wach, was durch Dienst und Arbeit allein schnell vergessen würde.
Möge das Bemühen aller Beteiligten Frucht bringen und möge die Arbeit mit den und für die jungen Menschen unter dem Segen Gottes stehen.

 

1.Gemeinsames Konzept der vier FiV Einrichtungen

 

1.1.Grundlagen unseres pädagogischen Handelns

Unser oberstes Ziel ist die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes und das partnerschaftliche Miteinander. Dies ist die Basis unseres pädagogischen Handelns. Die folgenden drei Bereiche, sind wichtige Bestandteile unserer Förderung einer altersgemäßen Persönlichkeitsentwicklung der Kinder.

 

Ich-Kompetenz

- Sich selbst und seine Umwelt wahrnehmen und akzeptieren

- Seine Gefühle angemessen ausdrücken

- Eigenverantwortliches Handeln

- Selbstbewusstsein und Kritikfähigkeit entwickeln

- Flexibel und offen auf neue Situationen eingehen

- Konstruktiver Umgang mit Problemen

- Lernfreude entwickeln

- Gestalterische und schöpferisch tätig sein

- Seine Bedürfnisse und Interessen mitteilen

 

Sozialkompetenz

- Beziehungen aufbauen und aktiv gestalten

- Konfliktsituationen gewaltfrei lösen

- Gefühle und Bedürfnisse anderer erkennen und berücksichtigen

- Anderen helfen

- Verständnis für andere entwickeln

- Die Notwendigkeit von Regeln erkennen und diese einhalten

-Andere Kinder und Erwachsene kennen lernen und sich in eine  

  Gemeinschaft einfügen

 

Sachkompetenz

- Ausbildung und Einübung von kognitiven Fähigkeiten

- Ausbildung von Fertigkeiten

- Wahrnehmungsförderung

- Interessen an der engeren und weiteren Umwelt wecken

- Natur erfahren und kennen lernen

- weitere Beschreibungen siehe „Bildungsbereiche“

 

Durch die Förderung von Ich-Kompetenz, Sozialkompetenz und Sachkompetenz wird dem Kind ermöglicht, altersgemäß und kompetent zu handeln.

Darüber hinaus sind die folgenden Grundsätze für unsere Arbeit von großer Bedeutung:

In unserem pädagogischen Handeln wollen wir Körper, Geist und Seele des Kindes gleichermaßen ansprechen. Wir arbeiten mit den Stärken des Kindes!

Eine ganzheitliche Förderung in allen Entwicklungsbereichen ermöglicht es uns, die Fähigkeiten und Stärken die in jedem Kind stecken zu entdecken. Dabei arbeiten wir mit positiver Verstärkung und Lob, um erwünschte Verhaltensweisen hervorzurufen. Nicht „Pass auf beim abtrocknen“ sondern „Ich weiß, dass du das kannst und schaffst“, gibt Sicherheit und Bestätigung. Wir sind bemüht jedem Kind die Zeit zu geben, die es für seine Entwicklung benötigt. Denn nicht jedes Kind kann zur gleichen Zeit am gleichen Ort das gleiche lernen.

Durch den Einsatz verschiedener Medien wird den Kindern die Möglichkeit geboten, in den verschiedenen Variationen zu lernen und Medienkompetenz zu entwickeln. Durch den aktiven Umgang mit Büchern, Spielmaterialien, Dias etc. nutzen wir das kindliche Interesse an Medien.

Weitere Bausteine im gemeinsamen Miteinander sind Regeln. Diese werden festgelegt und soweit wie möglich mit den Kindern besprochen und abgestimmt. Je nach Situation und Absprache sind diese Regeln veränderbar und zu überdenken. Auch gemeinschaftliches Handeln und Erleben unterstütze die kindliche Entwicklung. Konkret heißt das für uns z.B. ein Mitwirken an Festen und Aktivitäten der Gemeinde und der Stadt, sowie der Besuch von öffentlichen Einrichtungen wie Feuerwehr und Polizei etc.

 

1.2. Angebotsformen

Auf einer partnerschaftlich-demokratischen Ebene mit dem Kind versuchen wir:

-Die Kinder in die Gestaltung und Planung des Alltags mit einzubeziehen

-Ein vertrauensvolles Verhältnis zu den Kindern aufzubauen

-Das Kind so anzunehmen wie es ist, es wertzuschätzen

-Vorbild im täglichen Miteinander zu sein

 

Die Bedeutung des Spiels

Für des Kind ist spielen nicht Spielerei, sondern die ihm angemessene Form.

In der Tagesstätte wird der Alltag zum Lernfeld. Spielen ist hierbei die wichtigste Form des Lernens. Durch das Spielen erlernt das Kind:

-       Sozialverhalten

-       Selbständigkeit

-       Ausdauer und Konzentration

-       Kreativität

-       Grob- und Feinmotorik

-       Sprachliche Kompetenz

-       Naturverständnis

-       Bewegungsdrang sinnvoll auszuleben

  

Das Freispiel

Freispiel nennt man die Zeit, in der sich die Kinder den Spielort, den Spielpartner, sowie die Spieldauer selbst auswählen. In unserem Tagesgeschehen hat das Freispiel einen hohen Stellenwert. Hier hat das Kind die Möglichkeit zur Erprobung der verschiedenen Kompetenzen. Wir begleiten die Kinder mit unserer Aufmerksamkeit, im Spiel miteinander, als Unterstützung und einfach im „Dasein“.

Freispielangebote wie z.B. basteln, gestalten mit verschiedenen Materialien, backen oder kochen sollen die Kinder motivieren aus eigenem Antrieb daran teilzunehmen. Sie sollen dem Kind helfen, sich auch für Neues und Unbekanntes zu interessieren.

 

lernzielorientierte Angebote

Abgeleitet von den Beobachtungen der Erzieherinnen, werden die Kinder talentorientiert in Kleingruppen zusammengeschlossen und durch für diese spezielle Gruppe entwickelten Angebote gefördert.

Unabhängig von diesen Förderzielen wird die Konzentrationsfähigkeit spielerisch dem alters entsprechenden weiterentwickelt (z.B. bei einer Bilderbuchbetrachtung). So lernt es außerdem seine eigenen Wünsche aufzuschieben und die Wünsche der anderen Kinder wahrzunehmen.

 

gruppenübergreifende Angebote

Hierbei handelt es sich um geplante oder auch spontane Angebote, wobei die Kinder beider Gruppen eingeladen sind diese Angebote wahrzunehmen.

Bei uns wird diese Arbeit insbesondere bei der Arbeit mit einer altershomogenen Gruppe umgesetzt.

 

offene Gruppen am Nachmittag

Die Öffnung der Gruppen am Nachmittag bietet den Kindern und hier vor allem den Ganztagskindern die Möglichkeit, auch in anderen Räumlichkeiten, mit anderen Kindern und Erwachsenen in Kontakt zu treten. Sie können in der anderen Gruppe Freunde finden und treffen, anderes Spielmaterial und Spielmöglichkeiten ausprobieren.

Obwohl Kinder die feste Bindung und Zugehörigkeit in einer Gruppe brauchen, lieben sie den Austausch mit der anderen Gruppe und nutzen ihn gerne. Hier ist es das Prinzip des Loslassens, welches es den Kindern ermöglicht die drei Kompetenzen (siehe 3.) optimal zu entwickeln.

 

1.3. Bildungsbereiche

In der Planung und Weiterentwicklung unserer Angebotsstruktur berücksichtigen wir, dass die pädagogische Basisarbeit am Vormittag stattfindet. Dies bedeutet, dass die Kinder, für die eine geteilte Betreuung oder Betreuung im Block gewählt wurde, keine inhaltliche Benachteiligung oder Ausgrenzung erfahren. Die Teilnahme an Exkursionen, Ausflügen, Themenarbeit, Geburtstage, Turnen u.v.m. ist somit größtmöglich gegeben.

 

Sprache

Sprache zu erlernen ist für die Kinder die wichtigste und größte Herausforderung. Gleichzeitig ist sie Grundvoraussetzung um mit anderen Menschen in Kommunikation zu treten. Deshalb ist die Unterstützung des Spracherwerbs durch bewusste Vorbildhafte Ausdrucksweise und die Sprachförderung im Speziellen eine unserer wesentlichen Aufgaben. Durch:

- Vorlesen,

- Sprachförderspiele,

- gezielte Sprachförderung durch Laut- und Silbentrennung mit Rhythmik,

- streiten, spielen, singen, zuhören, Rollen spielen u.v.m.

geschieht dies kontinuierlich im Alltag der Tagesstätte.

 

Kreativität

Der handelnde Umgang mit den Dingen der Umgebung bildet für das Kind die Erfahrungsgrundlage auf der es beginnt, die Welt zu erkennen und zu verstehen. Die Erlebniswelt ist dabei wichtiger als das Ergebnis. Das gestaltende Tun ist eine wichtige Ausdrucksmöglichkeit des Kindes im Vorschulalter und sollte ohne Werturteil betrachtet werden.

Das bildnerische Gestalten lässt sich in verschiedene Bereiche unterteilen:

- freies Gestalten mit Farbe, Sand, und Ton,

- malen, modellieren, zeichnen, reißen, kleben, schneiden, falten, kneten,  

           formen, basteln

        - Experimentieren mit natürlichen Materialien,

        - oder Handarbeiten wie zu Omas Zeiten.

 

Bewegung

Bewegung und Spiel sind für die Kinder untrennbar verbunden. Sie gehören zu ihren elementaren        Bedürfnissen. Bewegungserziehung in unseren Einrichtungen soll nicht ein Streben nach Höchstleistungen sein, sondern das Kind zur Selbständigkeit bringen und die Voraussetzung zur aktiven Lebensbewältigung unterstützen. Durch:

- Bewegungs- und Spielmöglichkeiten auf dem Außenspielgelände und im  

  Bewegungsraum,

- Bewegungsspielsspiele zur Förderung der Körperwahrnehmung,

- Turn- und Rhythmikstunde,

- Ausflüge in die nähere Umgebung uvm.

 

Religionspädagogik

Als christliche Kindertagesstätte orientieren wir uns am christlichen Menschenbild. Durch die religionspädagogische Arbeit in der Tagesstätte begegnet den Kindern das Evangelium. Die Botschaft von der Liebe und Menschenfreundlichkeit Gottes gibt ihnen die Möglichkeit Erfahrungen zu deuten und mit ihnen umzugehen.

 

Die Lebensthemen der Kinder werden in den religionspädagogischen Angeboten thematisiert. Sie bekommen Unterstützung Streit, Angst, Dankbarkeit, Freundschaft usw. bei sich und anderen wahrzunehmen und lernen ihre Erfahrungen in Rollenspielen, Liedern, Gebeten und Erzählungen auszudrücken.

Des Weiteren feiern wir gemeinsam mit den Familien die kirchlichen Jahresfeste und erläutern ihre Bedeutung. Darüber hinaus lernen die Kinder biblische Erzählungen kennen. Die Auswahl ergibt sich aus dem Erfahrungsfeld der Kinder.

 

Natur

Begegnung mit der Natur bedeutet für uns, ein bewusstes Erleben und Begreifen der biologischen, den Jahreszeiten entsprechenden Veränderungen, im wiederkehrenden Rhythmus. Auch das Bewusstsein um die Verantwortung für die Natur soll sensibilisiert werden. Wir vermitteln den Kindern Wissen über das Leben der Pflanzen und Tiere und deren Lebensgewohnheiten. Dies geschieht durch z.B. Naturbegegnung mit Pflanzen, Tieren, Spaziergängen uvm.

 

Schulvorbereitung

Im Rahmen einer ganzheitlichen entwicklungsbedingten Förderung führen wir eine Vorschulerziehung mit Hilfe des spielerischen Vermittelns von Inhalten durch, in der wir die Kinder auf dem Weg zur Schulreife unterstützend begleiten.

Schwerpunkte sind hier:

- Stabilisierung des Selbstwertgefühles,

- Entwicklung zur Fähigkeit der Selbsteinschätzung,

- Entwicklung von Kooperationsbereitschaft,

- Aufbau der Kommunikationsfähigkeit,

- Bereitschaft zur gegenseitigen Hilfe und Rücksichtnahme,

- Entwicklung von Toleranz,

- Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung,

- Feinmotorische Voraussetzungen (schneiden, kleben, Stifthaltung usw.), --

- Entwicklung der Konzentrationsfähigkeit,

- Erkennen von Zusammenhängen und logischen Bewegungsabläufen.

 

Rhythmik und Musik

Wir setzten das Medium Musik so in unserer Einrichtung ein, dass die rhythmisch orientierte musikalische Früherziehung der 2- bis 6-jährigen Kinder Anleitungen gibt, ihr musisches Empfinden nicht nur auf bloßes Lernen zu beschränken, sondern musikalisches Erleben als ganzheitliche Erfahrung verstanden wird. Denn Musik machen und erleben bedeutet nicht ausschließlich das Erlernen von Instrumentalpraxis und Musiktheorie, sondern zunächst die Erfahrung von Musik als Ausdrucksmittel.

 

1.4. Bildungsdokumentation

Wir arbeiten mit dem „Münsteraner Entwicklungsbogen“

Dieser Beobachtungsbogen wurde durch die Erzieher/innen der Kinder ausgefüllt. Er umfasst alle wichtigen Bereiche, die für die Beurteilung des kindlichen Entwicklungsstandes von Bedeutung sind (taktile, kinästhetische, vestibuläre, visuelle und auditive Modalität, Intermodale Leistungen, Bewegungsplanung/Körperschema, Sprachentwicklung, Gedächtnis/Merkfähigkeit, spezifische Lernvoraussetzungen, Aufmerksamkeit/Konzentration/Ausdauer, Sozial- emotionale Kompetenzen, Lebenspraktischer Bereich/Selbstständigkeit). Die dokumentierten Beobachtungen sollen deutlich machen, was Ihr Kind bereits alles kann, wo seine Stärken liegen, aber auch, wo es möglicherweise noch Hilfen und Unterstützung in seiner Entwicklung braucht.

 

1.5. Elternarbeit

Wir sind für Sie da, sprechen Sie uns an!
Familien, die sich bei uns wohl fühlen, sind uns im Kindergarten wichtig.
Eine harmonische und offene Zusammenarbeit mit Ihnen liegt uns sehr am Herzen.
Darum ist für uns ein Meinungs- und Erfahrungsaustausch von großer Bedeutung.
Dies geschieht z.B. durch:

-        Austausch während der Bring- und Abholzeit

-        Angebote intensiver Elterngespräche. Sie bilden die Basis für eine vertrauensvolle Elternarbeit.

-        Elternsprechnachmittage, die den Eltern und Erzieherinnen die Möglichkeit geben, in Ruhe über den Entwicklungsstand des Kindes zu sprechen.

-        Gemeinsame Feste und Feiern, z.B. Sommerfest, Martinszug, Gottesdienst, Entlassungsfeier, bei denen Eltern aktiv an den Erlebnissen ihrer Kinder in der Einrichtung teilnehmen.

-        Elterninformationen an der Infotafel und an den Gruppenpinnwänden.

-        Wahl eines Elternrates, der bei Entscheidungen informiert und gehört wird, der Berät und Anregungen sowie Wünsche seitens der Eltern vertritt.

-        Elternratssitzungen

-        Angebot von Spiel- und Informationsnachmittagen  vor der Aufnahme Ihres Kindes.

-        Gezielte Anfrage zur Elternmithilfe und Großelternmithilfe z.B. bei Exkursionen, außergewöhnlichen Aktionen im Kindergartenjahr, Reparaturen und Instandhaltung der Einrichtung.

 

1.6. Teamarbeit

Die allgemeine Teamsitzung findet einmal wöchentlich statt. An ihr nehmen die pädagogischen Kräfte der Gruppen teil.

Die Teamsitzung dient der organisatorischen Planung unserer Einrichtung. Terminabsprachen, Planung von Aktionen und Festen. Allgemeine Absprachen werden hier gemeinsam getroffen, aber auch Fallbesprechungen bekommen im Team Zeit und Raum. Weiter tauschen wir uns über aktuelle Fortbildungsereignisse aus.

Somit findet ein regelmäßiger Austausch im Team statt, der alle aktuellen Informationen berücksichtigt und gegenseitige Unterstützung gewährleistet.

 

An den ebenfalls wöchentlich stattfindenden gruppeninternen Gesprächen nehmen die pädagogischen Kräfte der jeweiligen Gruppe und nach Bedarf die Leitung der Tageseinrichtung teil. Es werden Stoff- und Materialsammlungen durchgeführt. Weiterhin unterrichten wir uns über einzelne Beobachtungen. Rückmeldungen von Elterngesprächen fließen ebenso ein, wie Berichte von anderen Institutionen. Hierbei findet eine Reflektion über die Förderung und Zielsetzung des einzelnen Kindes statt.

 

1.7. Gesundheitsvorsorge und Erkrankungen

Im Aufnahmegespräch findet das Thema Gesundheitsvorsorge ebenfalls seinen Platz. Für uns sind Informationen über eventuelle Allergien, Unverträglichkeiten oder Krankheitsbilder sehr wichtig, damit wir entsprechend handeln können. Das U-Heft ist hier eine wichtige Ergänzung. In besonderen Fällen und mit Einverständnis der Eltern kontaktieren wir auch Ärzte und behandelnde Therapeuten.

 

Einmal jährlich besucht uns der Zahnarzt im Rahmen der Zahnprophylaxe. Ein Gegenbesuch in der Praxis findet von unserer Seite ebenfalls statt.

In unseren Einrichtungen legen wir Wert auf gesunde Ernährung und versuchen dies den Kindern kindgerecht näher zu bringen.

Wir händigen zum Kindergartenvertrag auch ein Merkblatt zum Infektionsschutzgesetz aus, welches Informationen über die Verhaltensweise, die Pflichten und das übliche Vorgehen bei Krankheiten gibt.

Grundsätzlich haben kranke Kinder keinen Betreuungsanspruch in unserer Einrichtung. Zur Sicherstellung und Fürsorgepflicht für alle Anwesenden sind Eltern verpflichtet, bei Kinderkrankheiten und Infektionskrankheiten das Kind zu Hause zu betreuen. Aus unserer Erfahrung ist es sinnvoller, bei Anzeichen einer beginnenden Krankheit das Kind im geschützten Familienrahmen zu belassen.

Weiterhin weisen wir darauf hin, dass wir Medikamente nur als Notfallmedizin und bei chronischen Krankheiten verabreichen. Hierzu benötigen wir eine ärztliche Bescheinigung und Vergabeanweisung durch den behandelnden Arzt. Das Verabreichen von z.B. Nasentropfen, Golbuli, Hustensäften, Antibiotika etc. ist dem Personal nicht gestattet.

 

1.8. Aufnahmeverfahren

Die Anmeldung der Kinder erfolgt ganzjährig, unter vorheriger Terminabsprache. Diese kann nur durch einen Sorgeberechtigten des Kindes erfolgen.

Wir nehmen uns bei der Anmeldung Zeit für einen Rundgang und können dadurch einen kleinen Einblick in das Geschehen geben und damit verbunden das pädagogisch/therapeutische Konzept kurz vorstellen.

Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Die Aufnahme der Kinder erfolgt zum neuen Kindergartenjahr im August. Sollte im laufenden Jahr ein Platz frei werden, wird dieser gemäß den Aufnahmekriterien neu belegt.

Im Regelfall wird die Aufnahme der Kinder durch die Leitung der Tagesstätte in Absprache mit dem Rat der Tageseinrichtung durchgeführt.

Vor der Neuaufnahme des Kindes laden wir alle Eltern zu einem Informationsabend ein. Hier bekommen Sie Gelegenheit, die Einrichtung, die Mitarbeiter, das Konzept und den Ablauf in unserem Haus kennen zu lernen. Diese Informationen geben wir den Eltern als „Kindergarten ABC“ mit auf den Weg. Dieses „Kindergarten ABC“ ist ein kleiner Leitfaden durch den Alltag des Kindes in der Kita und bietet Ihnen die Möglichkeit, sich zu orientieren.

Die Kinder lernen die Einrichtung und ihre jeweilige Gruppe durch „Schnuppertage“ kennen. Dadurch werden oft erste Kontakte geknüpft und Schwellenängste minimiert.

Die Eingewöhnung wird individuell für das Kind geplant, ob es diese in Begleitung der Eltern oder ohne verbringt, können wir gemeinsam im Gespräch klären. Wir behalten uns vor, die Aufnahme der neuen Kinder auch zeitversetzt zu beginnen. So können wir mit offenem Ohr und tröstendem Arm die Zeit für die Eingewöhnung erfahrungsgemäß gut begleiten.

 

1.9. Eingewöhnungsphase

Die Eingewöhnungsphase bedeutet für uns, die Kinder langsam und individuell in den Gruppenalltag mit ein zu beziehen. Dies ist das wichtigste Merkmal, zum Gelingen der Aufnahme in eine Kindertagesstätte. Im Vorfeld werden mit den Eltern ausführliche Gespräche zum besseren Kennenlernen des Kindes, mit seinen individuellen Bedürfnissen, z.B. heimischen Ritualen, geführt.

Für die meisten Kinder ist der Besuch unserer Einrichtung die erste Trennung von der Bezugsperson.

Zu Beginn können die Kinder nur stundenweise zu uns kommen. Das geschieht, je nach Bedürfnis der Kinder, in Anwesenheit einer Bezugsperson. Diese nimmt am Gruppengeschehen teil, d.h. mit ihrem Kind spielen, frühstücken, zur Toilette bzw. zum Wickelbereich gehen. Damit, besonders bei den Kindern unter drei Jahren, eine stufenweise Ablösung von der Bezugsperson und ein eingewöhnen in den Kitaalltag gelingen kann, wird eine pädagogische Mitarbeiterin sich dem Kind, in Begleitung der Eltern, als neue Bezugserzieherin anbieten.  Sie ist Ansprechpartnerin für das Kind und die Bezugsperson. So können sich gemeinsame tägliche Rituale einspielen, die die Bringphase vertraut gestalten. Für diese Erzieherin sind in der Eingewöhnungsphase Urlaub und Fortbildungen nicht möglich.

 

1.10. Kosten und Beiträge

Die Stadt Xanten erhebt für die Betreuung der Kinder in Tagesstätten Beiträge abhängig von dem jeweiligen Jahresbruttoeinkommen. Dabei variieren die Kosten ja nach gebuchter Betreuungsform. Eine Übersicht der Kosten können Sie bei der Anmeldung erhalten oder Sie informieren sich beim Kreisjugendamt Wesel. Der Beitrag für das Mittagessen wird an die Kindertagesstätte entrichtet. Weitere Informationen zum Verpflegung und Abrechnung erhalten Sie mit dem Betreuungsvertrag.

Weitere Kosten fallen für eventuelle Ausflüge oder Bastelaktionen je nach Maßnahme an.

 

1.11. Gesetzliche Grundlagen

Die rechtlichen Grundlagen sind im Kinderbildungsgesetz, kurz KiBiz genannt, festgelegt. Beziehen können Sie dieses Gesetz beim Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW.